“China in Schloss und Garten : chinoise Architekturen und Innenräume : Tagungsband” (Publication, 2010)

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Jahr

2010

Typ

Publication

Text

China in Schloss und Garten : chinoise Architekturen und Innenräume : Tagungsband. Hrsg. von Dirk Welich. (Dresden : Sandstein Verlag, 2010).
[Enthält u.a.] :
Vogel, Gerd-Helge. Die Anfänge chinoiser Architekturen in Deutschland.
Lissok, Michael. Chinoise Architekturen in Musterbüchern und ihre Wirkung auf die Gartenkunst.
Neumann, Carsten. Das Trianon de porcelaine im Park von Versailles als erster chinoiser Bau in Europa.
Ecker, Jürgen. Die "chinoisen" Bauten von Stanislaus Leszczynski in Zweibrücken und Lunéville.
Lipowicz, Wojciech. Das Ensenble chinoiser Bauten des Fürsten Karl von Hohenzollern-Hechingen im empfindsamen Park von Danzig-Oliva.
Fajcsak, Györgyi. Das chinesische Lackkabinett im ungarischen Versailles.
Kretzschmar, Frank. Chinoise Bauten und Lackkabinette des Kölner Kurfürsten Clemens August.
Börnighausen, Hendrik. Das Lacktapetenappartement im Schloss zu Sondershausen.
Cousins, Michael G. Chinesische Architektur in England im 18. Jahrhundert und ihr Einfluss auf Deutschland.
Klappenbach, Käthe. Chinoise Dekorationen auf Friederizianischen Beleuchtungskörpern in Sanssouci.
Welich, Dirk. Der chinesische Pavillon im Schlosspark Pillnitz.
Ernek, Christiane. Neuochinoiserien in Sachsen : das gelbe Teezimmer in Schloss Pillnitz und das chinesische Zimmer in Schloss Lichtenwalde. (WelD1)

Mitwirkende (2)

Erwähnte Personen (0)

Themengebiete (3)

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  • Kunst › Architektur und Gartenarchitektur
  • Kunst › Innenarchitektur

Chronologische Einträge (31)

Jahr Text Verknüpfte Daten
1668-1670 Errichtung des Lackkabinetss mit chinoiser Innenraumausstattung im Auftrag von Königin Sophie Amalie im Schloss Rosenborg in Kopenhagen..
1670-1671
Le Trianon de porcelain was the earliest attempt at a chinoiserie building by Louis XIV for Mme de Montespan at Versailles, designed by Louis Le Vau. It was pulled down by Louis XIV in 1687.Das…
Le Trianon de porcelain was the earliest attempt at a chinoiserie building by Louis XIV for Mme de Montespan at Versailles, designed by Louis Le Vau. It was pulled down by Louis XIV in 1687.
Das Trianon war privater Rückzugsort von Ludwig XIV. und Madame de Montespan. Ausgeführt wurde Le Vaus Entwurf durch François d'Orbay. Es bestand aus drei eingeschossigen Pavillons und Dächer, Fassaden und Innenräume aus blau-weissen Fayence-Kacheln. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Palast in Beijing gibt es in der Anordnung der Gebäudeteilen. Die farbliche Erscheinung entstand durch den Porzellanturm in Nanjing.
Mangels echten Porzellans bestand die Verkleidung und figürliche Dekoration aus blau-weiss bemalten Fayencen aus der Delfter Manufaktur. Die Fayence-Platten hielten den klimatischen Schwankungen nicht stand.
1700 Chinesisches Fest im Schloss von Versailles um das Kommen eines chinesischen Jahrhunderts zu proklamieren.
1707
Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel beginnt ein bereits vorhandenes Ruinenschloss im Park zu Salzdahlum, Niedersachen, umzugestalten. Neben der Einbeziehung einer christlichen Kirche entsteht…
Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel beginnt ein bereits vorhandenes Ruinenschloss im Park zu Salzdahlum, Niedersachen, umzugestalten. Neben der Einbeziehung einer christlichen Kirche entsteht der pagodenförmige Turm Parnass als Zeugnis des Beginns der Chinamode und einem utopischen Wunschbild von einer idealen Welt im Sinne der konfuzianischen Lehre.
1715-1716
Stanislaus Leszczynski ist im Exil in Zweibrücken 1714-1719. Er errichtet das Lustschloss Tschifflick bei Zweibrücken durch Jonas Eriksson Sundahl. Es ist eine Mischung aus orientalischen und…
Stanislaus Leszczynski ist im Exil in Zweibrücken 1714-1719. Er errichtet das Lustschloss Tschifflick bei Zweibrücken durch Jonas Eriksson Sundahl. Es ist eine Mischung aus orientalischen und europäischen Mustern : Chinesisch, türkisch, italienisch, französisch. Es enthält Wasserkünste mit Wasserfall, Springbrunnen und Bassins. Architektur und Garten sollten als Einheit, ein exotisches Paradies verstanden werden. Das Ganze diente als Bühne, für Feste, Theater und Konzerte.
1717
Friedrich August I. lässt das Holländische Palais in Dresden zu einem Porzellanschloss einrichten, das seine riesige Sammlung von chinesischem, japanischem und Meissner Porzellan aufnahm und deshalb…
Friedrich August I. lässt das Holländische Palais in Dresden zu einem Porzellanschloss einrichten, das seine riesige Sammlung von chinesischem, japanischem und Meissner Porzellan aufnahm und deshalb den Namen Japanisches Palais erhielt.
1721-1804
Schloss Pillnitz1721 Fertigstellung des Wasserpalais in Form von drei getrennten Pavillons.1722 verband man die beiden Seitenpavillons durch Gänge mit dem Mittelpavillon. Die Dächer und Gesimse des…
Schloss Pillnitz
1721 Fertigstellung des Wasserpalais in Form von drei getrennten Pavillons.
1722 verband man die beiden Seitenpavillons durch Gänge mit dem Mittelpavillon. Die Dächer und Gesimse des Wasserpalais vermitteln einen Eindruck der Chinoiserie.
1790 Erweiterung des Schlossgartens durch einen chinesischen Garten.
1804-1805 Bau des Chinesischen Pavillon unter Christian Friedrich Schuricht mit Einfluss der ARchitekturzeichnung von William Chambers. Auf der Dachspitze ist eine Wetterfahne in Form eines Drachens. Die Bilder weisen eine Erzählrichtung von chinesischen Landschaftsbildern und Panoramatapenten auf. Die Bildfolge beginnt mit dem Putuo-Zongcheng-Tempel in Chengde. Dann folgt der Kinchan, eine kleine Insel im Yangzi. Das dritte Wandbild zeigt den Beihai-Park in Beijing.
1903 Einrichtung des Gelben Teezimmers mit Stuckdekoration mit Chinoisefiguren, Vögel und Drachen an den Wänden und der Decke. Der Entwurf und die Planung des Interieurs geht wahrscheinlich auf Gustav Robert Fröhlich zurück. Zwei Spiegel enthalten den Kopf einer Chinesin und eines Chinesen. Auf den Konsolen waren Porzellane entweder chinssischen Ursprungs oder aus der Meissner Manufaktur aufgestellt.
1728
Die Bonner Residenz enthält das Appartement des Bains mit chinesischen Lacktafeln. Zur Einrichtung zählten zahlreiche asiatische und Meissner Porzellane. Clemens August liess im Sommerappartement ein…
Die Bonner Residenz enthält das Appartement des Bains mit chinesischen Lacktafeln. Zur Einrichtung zählten zahlreiche asiatische und Meissner Porzellane. Clemens August liess im Sommerappartement ein chinesisches Kabinett, grün lackiert, mit chinoisen Tapeten im Blumendekor des Malers Johann Adolphe Biarelle, ausschmücken. Mandarine, Drachen, Affen und Papageien bestimmen den Deckenstuck.
1728-1732 Fürst Günther I. errichtet das Wittumspalais, Neidecksburg für seine Gattin mit chinoisen Tapeten.
1729-1740
Bau des Schloss Falkenlust durch Clemens August von Bayern in Brühl. Es entstand das "Indianische Haus" mit seinem chinoisen Garten und der Fasanerie. Das Erdgeschoss enthält ein Lackkabinett mit…
Bau des Schloss Falkenlust durch Clemens August von Bayern in Brühl. Es entstand das "Indianische Haus" mit seinem chinoisen Garten und der Fasanerie. Das Erdgeschoss enthält ein Lackkabinett mit goldenen chinesischen Landschaften, Pflanzen und Blüten. Im Obergeschoss lag ein "indianisches" Zummer mit indianischen Tapeten und Figuren. Der Dachaufsatz enthält einen Affen mit Schirm und Kupferblech als Parodie eines Mandarins und als Durchmischung der Singerie mit der Chinoiserie.
1730 Adam Friedrich von Flemming legte in Hermsdorf neben dem nach einem Brand wieder aufgebauten Schloss einen grossen Lustgarten mit einer chinoisen Volière an.
1731-1733
Schloss Sondershausen, ThüringenDas westlich gelegenes Stubenappartement enthielt chinoise Lacktapeten mit Ikonografie durch Johann Michael Thielemann. Die Darstellungen der Landschaften und Figuren…
Schloss Sondershausen, Thüringen
Das westlich gelegenes Stubenappartement enthielt chinoise Lacktapeten mit Ikonografie durch Johann Michael Thielemann. Die Darstellungen der Landschaften und Figuren entstanden nach originalen ostasiatischen Gegenständen wie Porzellan, Rollbilder oder Stellschirme. Bei Renovierungen im 19. Jh. kam es zu Überarbeitungen der Malschickt über den roten Lack. Bei der Renovierung 1954 wurden alle originalen Lacke entfernt. Die auf den Darstellungen der Landschaften und Figuren entstanden nach originalen ostasiatischen Gegenständen wie Porzellan, Rollbilder oder Stellschirme.
1737-1739
Stanislaus Leszczynski lebt bis zu seinem Tod 1766 in seiner Residenz Lunéville. Er baut eine Reihe von Maison de plaisance, den chinesischen Kiosque und den Pavillon Le Trèfle im Park von Lunéville…
Stanislaus Leszczynski lebt bis zu seinem Tod 1766 in seiner Residenz Lunéville. Er baut eine Reihe von Maison de plaisance, den chinesischen Kiosque und den Pavillon Le Trèfle im Park von Lunéville durch den Hofarchitekten Emmanuel Héré de Corny. Das von einem Portikus umgebene Ensemble von Le Trèfle war mit zwei Dächern gedeckt, die gewellt und hoch geschürzt waren. Diese gaben ihm den Anschein einer chinesischen Pagode. Die Innendekoration bestand aus Landschaften mit chinesischen Szenen. Der Pavillon brannte 1762 ab, wurde von Richard Mique wieder aufgebaut. Davon sind nur noch zwei ionische Säulen erhalten.
Voltaire schreibt über den Kiosque : "J'ai vu ce salon magnifique. Moitié turc et moitié chinois. Où le goût moderne et l'antique. Sans se nuire ont uni leurs lois."
1744-1745 Errichtung eines chinesischen Pavillons in Studley Royal, Yorkshire und eines chinesischen Pavillons bei Painshill bei Cobham.
1745 Errichtung des Chinese tent Tea house auf der Terrasse des Montagu House, Bloomsbury, jetzt in Boughton House in Northamptonshire.
1745-1750
Clemens August von Bayern lässt im Park von Schloss Augustusburg zu Brühl zwei chinoise Bauten errichten. Das indianische Lackkabinett, das Maison sans gêne, ein Lustschloss nach Vorlage eines…
Clemens August von Bayern lässt im Park von Schloss Augustusburg zu Brühl zwei chinoise Bauten errichten. Das indianische Lackkabinett, das Maison sans gêne, ein Lustschloss nach Vorlage eines Pavillons des Kaiserpalastes in Beijing, angelegt von François de Cuvilliés. 1822 wird es abgebrochen. Das zweite chinoise Lustgebäude ist ein kurioses Belvedere, das 1776 abgebrochen wurde. Vor der gartenseitigen Westfassade des indianischen Lusthauses entstand ein Wasserbecken, in das die lebensgrosse Bleifigur eines chinesischen Mandarins mit einem Drachen Wasser spie. Schauvitrinen enhalten vorwiegend Meissner Porzellangeschirre sowie das Service des Kurfürsten bemalt mit chinesischen Szenen.
1746
Markgraf Friedrich schenkt 1735 seiner Gattin Wilhelmine das Schloss Eremitage in Bayreuth. Darin enthalten ist ein chinesisches Spiegelkabinett, ein chinesischer Pavillon im Park und ein Salon…
Markgraf Friedrich schenkt 1735 seiner Gattin Wilhelmine das Schloss Eremitage in Bayreuth. Darin enthalten ist ein chinesisches Spiegelkabinett, ein chinesischer Pavillon im Park und ein Salon dekoriert mit Chinoiserien. Dazu gesellten sich zwei exotische Vogelhäuser ostasiatischer Architektur. Die Anregungen kamen von Voltaire, den Wilhelmine 1740 in Berlin getroffen hatte, nach einem chinesisch-konfuzianischen Modell.
1747
Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel gibt François de Cuvilliés den Auftrag zur Errichtung der chinesischen Häuser im hessischen Park Wilhelmsthal bei Calden. Das Gebäude diente zur Aufzucht exotischer…
Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel gibt François de Cuvilliés den Auftrag zur Errichtung der chinesischen Häuser im hessischen Park Wilhelmsthal bei Calden. Das Gebäude diente zur Aufzucht exotischer Vögel. Der langgestreckte eingeschossige Pavillon wurde mit chinoisem Dekor verziert.
1752 Bau der chinesischen Brücke in Ditchley House, bei Charlbury in Oxfordshire.
1752 ca. Bau der Pagode im Shughborough Park, Staffordshire.

Quellen (3)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
1758
Over, Charles. Ornamental architecture in the gothic, Chinese and modern taste, being above fifty intire new designs of plans, sections, elevations, &c. for gardens, parks, forests, woods, canals,…
Over, Charles. Ornamental architecture in the gothic, Chinese and modern taste, being above fifty intire new designs of plans, sections, elevations, &c. for gardens, parks, forests, woods, canals, &c. The whole neatly engrav's on fifty four copper-plates. From the designs of Charles Over, architect. (London : Printed for Robert Sayer, 1758). [Enthält eine chinesisches Bogengewölbe, drei chinesische Tempel, ein Banketthaus, eine chinesische Brücke und zwei chinesische Schiffe].
catalog.hathitrust.org. [Limited search].
Publication / Ove2
1796-1806
Baumgärnter, Adam Friedrich Gotthelf. Neues Ideen-Magazin für Liebhaber von Gärten, englischen Anlagen und für Besitzer von Landgütern. (Leipzig : Baumgätner, 1796-1806). [Enthält : 46 chinoise…
Baumgärnter, Adam Friedrich Gotthelf. Neues Ideen-Magazin für Liebhaber von Gärten, englischen Anlagen und für Besitzer von Landgütern. (Leipzig : Baumgätner, 1796-1806). [Enthält : 46 chinoise Entwürfe : Brücken, Vogel-Häuser, ein Angelpavillon, ein Parasol mit Ruhebank, sowie Gartenmobiliar].
Publication / Schnee1
1859
Audot, Louis-Eustache. Traité de la composition et de l'ornement des jardins : avec cent soixante-huit planches représentant, en plus de six cents figures, des plans de jardins, des fabriques propres…
Audot, Louis-Eustache. Traité de la composition et de l'ornement des jardins : avec cent soixante-huit planches représentant, en plus de six cents figures, des plans de jardins, des fabriques propres à leur décoration, et des machines pour élever les eaux. (Paris : Audot, 1859). [Enthält chinoise Architekturen].
Publication / AudL1

Zitiert von (1)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
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