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Chronology Entries

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1 1959-1966
Tsou Tang ist Assistant Professor in Political Science an der University of Chicago.
2 1959
Leon Hurvitz promoviert in Chinese und Japanese an der Columbia University, New York.
3 1959 ca.-1971
Leon Hurvitz ist Professor am Department of Far Eastern and Slavonic Languages der University of Washington.
4 1959-1962
Laurence G. Thompson unterrichtet als klassischer Violinist Musik an der Taiwan Normal University.
5 1959
Hermann Hesse schreibt in einem Brief an Die Weltwoche :
Dschuang Dsi ist der grösste und glänzendste Poet unter den chinesischen Denkern, soweit wir sie kennen, zugleich der kühnste und witzigste Angreifer des Konfuzianismus. Die Lehre des Laotse freilich, lernt man durch ihn wohl fühlen, aber nicht eigentlich kennen, er ist ein beweglicher und farbiger Spiegel. Er ist eine zu starke Persönlichkeit, um eigentlich zum Schüler und Apostel zu passen, und manchmal macht er mit seiner Beredsamkeit einen fast dialektisch-sophistischen Eindruck. Dafür ist er ein grosser Dichter, ein Meister des Gleichnisses, das wir bei Laotse selbst durchaus vermissen. Er gibt of Farben und Lichter, deren Spiel nicht ganz mehr der heiligen Lehre entspricht ; aber er gibt auch oft Fleisch und Blut, wo der reine Geist des Laotse uns unfassbar wird und entgleitet. Von allen Büchern chinesischer Denker, die ich kenne, hat dieses am meisten Reiz und Klang.
6 1959-1963
Edward A. Kracke ist Direktor des Far Eastern Language and Area Center der University of Chicago.
7 1959-1962
Edward A. Kracke ist Vizepräsident des Editorial Committee of Comparative Studies in Society and History.
8 1959-1963
George E. Taylor ist Vorsitzender des Joint Committee on Contemporary China.
9 1959-1960
Paul M. Thompson studiert an der University of Washington, Seattle.
10 1959
Chan Shau Wing verhandelt über die Gründung des National Defense Education Act Center for Training in Chinese and Japanese.
11 1959
Wang Gungwu ist Lecturer an der University of Malaya, Singapore.
12 1959-1961
Wang Gungwu ist Lecturer an der University of Malaya, Kuala Lumpur.
13 1959-
David Hawkes ist Mitglied der Association for Asian Studies.
14 1959-1962
John C.Y. Wang studiert an der University of Minnesota.
15 1959
Eugene Eoyang erhält den B.A. des Harvard College, Cambridge Mass.
16 1959-1960
Eugene Eoyang studiert an der Columbia University, New York.
17 1959
Feng, Zhi. Deguo wen xue jian shi [ID D11746].
Feng Zhi schreibt über Thomas Mann : Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die USA mit ihrer fortschreitenden Faschisierung der Kopf des imperialistischen Lagers, der Todfeind aller Völker der Welt geworden. Thomas Mann ertrug das politische Klima der McCarthy-Jahre nicht… und könne nicht in den USA weiter leben… Thomas Mann stammt aus der Bourgeoisie, die er aber unerbittlich aufgezeigt und kritisiert hat. In seinen späten Jahren kommt er zu der Einsicht, dass die bourgeoise Gesellschaft dem Untergang geweiht sei, dass eine Gesellschaft ohne Ausbeutung bestimmt kommen werde. 1946 schreibt er einen Aufsatz mit dem Titel Der Antibolschwismus ist die Grundtorheit unserer Epoche. In diesem Aufsatz bringt er seine Zuversicht zum Ausdruck, dass der Kommunismus unaufhaltsam siegen werde. [Siehe 1955 Huang Xianjun. Tuomasi Man]. Hier scheint Thomas Mann ein Vorkämpfer des Kommunismus zu sein. In Wirklichkeit ist er dies natürlich nicht, wie er selbst schreibt… Dank der Buddenbrooks hat Thomas Mann seinen ruhmvollen Ruf erlangt. Dieser Roman ist einer der grössten Erfolge des deutschen kritischen Realismus. Obgleich dieser Roman eine Geschichte im Zeitraum der 1830er bis 1870er Jahre des 19. Jahrhunderts schildert, spiegelt er die Probleme der 1890er Jahre wider, in denen der Autor lebte… Thomas Buddenbrook und Hermann Hagenström repräsentieren zwei Typen der Bourgeoisie und zwei Perioden der kapitalistischen Entwicklung. Thomas Buddenbrooks Scheitern und Hagenströms Erfolg sind Anzeichen dafür, dass der Kapitalismus bereits seine letzte Entwicklungsphase angetreten hat, und dass die imperialistische Ära schon begonnen hat.
18 1959
Feng, Zhi. Deguo wen xue jian shi [ID D11746].
Feng Zhi schreibt über Heinrich Heine, dass Deutschland : ein Wintermärchen unter dem Einfluss von Marx geschaffen worden sei. In diesem Werk habe er ein kommunistisches Ideal bekannt gegeben. Er weist darauf hin, dass Heine wegen seiner persönlichen Beschränktheit den wissenschaftlichen Sozialismus nicht wirklich erkannt und den Kommunismus mehr oder weniger missverstanden habe. Gleichzeitig behauptet er, dass Heine überzeugt sei, dass die zukünftige Welt dem Kommunismus gehöre.
19 1959
Feng, Zhi. Deguo wen xue jian shi [ID D11746].
Feng Zhi schreibt über Friedrich Nietzsche : Er [Nietzsche] kritisiert auch die damaligen Verhältnisse und die bürgerliche Literatur und Kunst, aber nicht weil die bürgerliche Gesellschaft zu dunkel und zu faul, und die bürgerliche Literatur und Kunst zu sehr von der Wirklichkeit abgewichen und zu verkommen ist, sondern weil die Bourgeoisie noch nicht reaktionär genug und die bürgerliche Literatur und Kunst noch nicht dekadent genug ist. Nach Nietzsche hätte die Bourgeoisie noch brutaler das Volk unterdrücken und noch entschiedener den Sozialismus ersticken sollen. Was Literatur und Kunst betrifft, so befürwortet er "Kunst um der Kunst willen", "Kunst über alles", so dass die Schriftsteller der Dekadenz, die vor der Realität flüchten, nun mit gutem Gewissen ihren Weg fortsetzen können, weiterhin von der Realität abzuweichen, wobei sie irgendwie noch als "Erneuerer und Reformer der Literatur und Kunst" zu sein wähnen...
20 1959
Feng, Zhi. Deguo wen xue jian shi [ID D11746].
Feng Zhi schreibt über Heinrich von Kleist : Sein politischer Standpunkt war konservativ, seine Ideologie reaktionär ; selbst der Reform, zu der die preussische Regierung unter der damaligen Situation gezwungen worden war, bot er hatnäckig Trotz. Das alles bewirkt, dass Kleist keinen Ausweg wusste und 1811 vor Verzweiflung Selbstmord beging. Einige seiner Dramen waren Schicksalstragödien, in denen die Ohnmacht der Menschen gegenüber dem Schicksal dargestellt wird. Und beeinflusst von der Erkenntnistheorie der Kantschen Philosophie, bildete sich bei Kleist allmählich eine dekadente und pessimistische Weltanschuung heraus. Er setzte die Vernunft herab und hielt die Instinkte und sexuellen Triebe für das Entscheidende… In der Zeit von 1808 bis 1910 verstärkte sich Kleists Neigung zum Nationalismus ; seine in dieser Zeit entstandenen Werke propagierten den Nationalismus, enthielten so im Ideengehalt und in der Kunst nichts Positives.

Zhang Rongchang : Es wird auch auf Kleists realistischen Geist hingewiesen und die beiden Werke Der zerbrochene Krug und Michael Kohlhaas werden einer Analyse unterzogen.

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