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Chronology Entries

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1 1956-1961
John DeFrancis ist Associate Professor of Mathematics am Quinnpiac College, Hamden Conn.
2 1956
Hermann Hesse schreibt in einem Brief : Die chinesische geistige Welt hat mancherlei Gesichter, aber innerlich ist sie von stärkster Einheitlichkeit. So hat z.B. der Buddhismus in China eine völlig neue, sehr vitale Form angenommen (Zen), von der man bei uns wenig erfährt, weil die Sinologen sich davor scheuen, die mir aber durch meinen Vetter W[ilhelm] Gundert wohlbekannt ist…
3 1956-1971
Otto van der Sprenkel ist Senior Lecturer, dann Associate Professor am Department of Asian Civilization der Australian National University.
4 1956
Dwight H. Perkins erhält den B.A. in Far Eastern Studies der Cornell University, Ithaca N.Y.
5 1956
Döblin, Alfred. Hamlet ; oder, Die lange Nacht nimmt ein Ende. (Berlin : Rütten & Loening, 1956).
Luo Wei : Döblin greift chinesische Weisheiten und Motive auf, um sich mit der Kriegsschuldfrage zu befassen und gegen den Kalten Krieg sowie für ein besseres Deutschland auszusprechen.
Der Hauptheld Edward Allison ist vorwiegend chinesisch geprägt… Wir fahren nach Asien… wir lassen das elende Europa hinter uns…
Bei der Darstellung der Fragen nach der Kriegsschuld, misst Döblin dem chinesischen Ahnenkult eine besondere Funktion bei…
„Und heimlich, ohne jemandem etwas zu verraten, feierte Edward seine toten Freunde in den nächsten Tagen. Er trieb eine Art chinesischen Ahnenkult, aber ohne das demütige Zeremoniell“…
6 1956-1960
Shih Chung-wen ist Assistant Professor of English an der University of Bridgeport, Ct.
7 1956
Aufführung von Brecht, Bertolt. Der gute Mensch von Sezuan [ID D12785] in Rostock. Die Tagespresse schreibt : Das Klima an den Bühnen unseres Landes ist dem Brecht-Stil nicht sonderlich günstig. Dieser Weg führt, so interessant und verlockend er auch immer sein mag, in eine Sackgasse.
8 1956-1960
Brian E. McKnight studiert an der University of Chicago.
9 1956-1959
Kenneth R. Walker unterrichtet am Department of Political Economy an der University of Aberdeen.
10 1956
Günter Eich schreibt ein Manuskript zu einer Hörfunksendung für Jugendliche. Er spricht von der Faszination, die man beim Lernen einer fremden Sprache empfindet, denn durch die Sprache lernt man gleichzeitig eine neue Welt und das Wesen eines Volkes kennen. Die Sprache besteht nicht nur aus leeren Buchstaben oder Schriftzeichen, sondern ist ist auch die Mitteilung der gesamten Kultur.
11 1956
Eich, Günter. Das lachende Mädchen. In : Eich, Günter. Gesammelte Werke in 4 Bänden. Hrsg. vom Suhrkamp Verlag in Verbindung mit Ilse Aichinger. (Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1973). Bd. 3.
Hörspiel, das 1956 in der Rundfunkserie „Phantastische Erzählungen“ gesendet wird.

Yamane Keiko : Nach eigenen Angaben lernt Eich die Geschichte bei seiner Lektüre der Chinesische Geister- und Liebesgeschichten von Martin Buber [ID D3083] kennen. Bubers Übersetzung unterscheidet sich wenig vom Original, in Eichs Übersetzung gibt es jedoch ziemliche Abweichungen. Eich muss aus dem Original übersetzt haben, da er mehrere Stellen übersetzt hat, die bei Buber nicht vorkomen.

Wei Maoping : Eich hat weder die Übersetzung von Martin Buber noch die chinesische Vorlage benutzt, sondern Chinesische Volksmärchen von Richard Wilhelm [ID D1585]. [Wei Maoping belegt es an Hand von Beispielen].
12 1956-1957
Laurence G. Thompson ist Asia Foundation Representative in Korea.
13 1956-1958
A. Doak Barnett kehrt nach Amerika zurück, dient im Foreign Service Institute des Department of State und wird dann Research Fellow des Council on Foreign Relations.
14 1956
George E. Taylor ist Gastprofessor an der University of the Philippines.
15 1956-1960
Michel Oksenberg studiert Political Science, Philosophy und Economics am Swarthmore College.
16 1956
[Mann, Thomas]. Wo de shi dai [ID D14596]
Shu Changshan : Als wichtiges Selbstzeugnis Thomas Manns wird diese Rede oft auszugsweise in den chinesischen Essays zitiert und spielt somit eine bedeutende Rolle für das Thomas-Mann-Bild in China. Doch beruht die Übersetzung auf einer russischen Übersetzung, in der einige Passagen gestrichen worden sind. Durch den Vergleich mit der deutschen Ausgabe kann man feststellen, dass politische und ideologische Aussagen nicht übersetzt sind : es handelt sich um Manns Äusserungen zu Nietzsche, Über „Demokratie“, „Despotie“, „autokratische Revolution“ usw. Auch werden Wörter abgewandelt : „Naturalist“ für Leo Tolstoi und Richard Wagner wird zu „Realist“. „Totalitarismus“ zu „Faschismus“, „der totale Staat“ zu „faschistischer Staat“.
17 1956
[Mann, Thomas]. Chen zhong de shi ke [ID D14595].
Zeng Zhuo schreibt in seiner Rezension : Als Thomas Mann diese Erzählung schrieb, vermischten sich darin selbstverständlich auch seine eigene Freude und sein eigenes Leid im literarischen Schaffen. In die Erzählung legte er auch seinen eigenen grossen Enthusiasmus für das Leben und das Ideal. Diese Erzählung ist dem 100. Todestag Schillers gewidmet, aber ihre Bedeutung beschränkt sich nicht allein auf die Gestaltung der Figur Schillers, die im Verantwortungsbewusstsein für die Menschheit gegen Nöte hartnäckig ankämpft. Ihre Bedeutung besteht auch darin, die Menschen zu ermutigen und anzuspornen, die ebenfalls im Leben ihre eigene ‚schwere Stunde’ haben…
18 1956
Deguo wen xue gai kuang [ID D14737].
Dieser kleine Sammelband von Aufsätzen wurde nicht öffentlich verkauft, sondern nur im Kreis der chinesischen Schriftsteller und Germanisten vertrieben.
Über Thomas Mann steht : In der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts entwickelt sich der Realismus im Kampf gegen den Naturalismus und die Dekadenz. Thomas und Heinrich Mann haben die Kunst des Realismus auf ein sehr hohes künstlerisches Niveau der komprimierten Darstellung entwickelt und internationalen Ruhm erlangt. In Buddenbrooks und Der Zauberberg schildert Thomas Mann korrekt den Parasitismus und die Dekadenz und den moralischen Verfall der Bourgeoisie. Er hat genau jene pessimistische und enttäuschte Gefühlswelt überwunden, welche den von der demokratischen Bewegung getrennten Schriftstellern eigen ist. Darüber hinaus ist Thomas Mann ein tapferer Verfechter des Friedens.
19 1956
Ekert-Rotholz, Alice Maria. Wo Tränen verboten sind [ID D15084].
Der Roman spielt zeitweise in Shanghai. Die Chinesen werden als Arbeiter-Bienen und Ameisen in den Chinesen-Vierteln von Shanghai dargestellt ; schmutzig, gierig und bösartig.
20 1956
Eine Delegation der Deutschen Demokratischen Republik unter Leitung von Walter Ulbricht trifft Mao Zedong, Liu Shoqi und Wang Jiaxiang in Beijing.

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