# | Year | Text |
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1 | 1954-1957 |
Lloyd E. Eastman nimmt in der amerikanischen Armee am Koreanischen Krieg teil.
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2 | 1954 |
Douglas Lancashire erhält den Bachelor of Divinity der University of London.
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3 | 1954 |
Hermann Hesse schreibt an Yang Enlin : Wie ich erfahre, sind in China die grossen chinesischen Klassiker, die ich über alles verehre, heute verboten : Kung Fu Tse [Kongfuzi], Lao Tse [Laozi], Dschuang Tse [Zhuangzi] etc. Ich kann diese Nachricht nicht nachprüfen. Aber ich möchte in einem Lande, das seine edelsten Geister nicht mehr erträgt und nicht mehr dulden will, lieber zu den Verbotenen als zu den Geduldeten gehören.
Adrian Hsia : Hesse konnte nicht wissen, dass die chinesischen Klassiker in China nicht verboten waren. Vielmehr bemühte sich China, sein gewaltiges Kulturerbe neu zu interpretieren, allerdings nach marxistischer Sicht. |
4 | ????-1954 |
René-Yvon Lefebvre d'Argencé studiert Chinesisch, Japanisch und Finnisch an der University of Cambridge und an der Université de Paris Sorbonne.
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5 | 1954 |
René-Yvon Lefebvre d'Argencé wird Kurator der Sammlungen des Musée Blanchard de la Ross in Saigon und des Musée Louis Finor in Hanoï.
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6 | 1954-1955 |
J.I. Crump ist Guggenheim Fellow in Japan.
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7 | 1954 |
Benjamin E. Wallacker erhält den M.A. in Anthropology der University of California, Berkeley.
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8 | 1954-1955 |
Zhou Enlai besucht die Deutsche Demokratische Republik 1954 und Otto Grotewohl besucht 1955 die Volksrepublik China, wo er den Vertrag über Zusammenarbeit und Freundschaft unterzeichnet. Um China beim sozialistischen Aufbau zu helfen, kommen DDR-Spezialisten nach China, DDR-Lektoren für deutsche Sprache und Literatur an chinesische Hochschulen und chinesische Germanistikstudenten in die DDR. Daher geniesst in dieser Periode die deutschsprachige Literatur der DDR absolute Priorität.
Die Germanistikstudenten erhalten ein Bild des Lebens in der DDR, aber kein vollständiges Bild von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Was in der DDR passierte war positiv und revolutionär, was im Westen passierte reaktionär und negativ. Durch die DDR erfahren die chinesischen Leser, welch positive Veränderungen die Bodenreform und die Vergenossenschaftlichung der Landwirtschaft mit sich bringen und wie die ideologische Umerziehung der Intelligenz dort vor sich gegangen ist. Die DDR-Literatur ist in China deshalb verbreitet worden, weil sie, nicht wegen ihrem künstlerischen Wert, sondern als Lehrmaterial für die politische Schulung betrachtet wurde. |
9 | 1954 |
Charlotte Furth erhält den B.A. in Französisch.
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10 | 1954-1955 |
Charlotte Furth studiert an der Université Aix-Marseille.
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11 | 1954 |
Klara Blum erhält die chinesische Staatsbürgerschaft.
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12 | 1954 |
Eich, Günter. Beatrice und Juana. [Hörspiel].
Wei Maoping : Die Alchimisten-Geschichte kannte Eich vermutlich aus der Erzählung Der Alchimist in Kin ku ki kwan von Franz Kuhn [ID D1022]. Ein Vergleich zeigt viele Übereinstimmungen. |
13 | 1954 |
Chang Kwang-chih erhält den B.A. in Anthropology und Archaeology der National Taiwan University.
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14 | 1954-1955 |
Chang Kwang-chih leistet Militärdienst in Taiwan.
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15 | 1954 |
Laurence G. Thompson promoviert an der Claremont Graduate School.
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16 | 1954-1957 |
Wang Gungwu forscht an der School of Oriental and African Studies der University of London.
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17 | 1954 |
Mann, Thomas. Versuch über Tschechow. In : Sinn und Form ; Sept/Dez 1954.
Shu Changshan : Die Übersetzung beruht auf einer russischen Übersetzung. Da der Essay dem russischen Publikum gefallen hatte, wird er auch in China enthusiastisch begrüsst, da er der ideologischen Ausrichtung und dem Kulturbewusstsein im kommunistischen China, insbesondere in den 1950er Jahren, entgegenkam… Zweifellos hat das, was Thomas Mann in seinem Essay schreibt, das Thomas-Mann-Bild der chinesischen Leser stark geprägt. Da er Tschechow wegen seiner Bescheidenheit, seiner materialistischen Weltanschauung, seines Standpunktes gegenüber den Arbeitenden usw. äusserst positiv herausstellt, könnte beim chinesischen Leser die Vorstellung erweckt werden, Thomas Mann selbst sei ein bescheidener Mensch, habe eine materialistische Weltanschauung und hege tiefe Sympathie für die Arbeitenden. Konstantin Fedin schreibt im Nachwort der russischen Übersetzung : Es ist die vortreffliche Arbeit eines Künstlers über einen Künstler, mit Liebe geschrieben, mit Einfühlung in die kluge, schöne und einfache Welt jenes Tschechow, der einer der träumerischsten und zugleich nüchternsten russischen Schriftsteller bleibt. Dieser äusserst subtile Meister des kritischen Realismus in der heutigen schönen Literatur hat in diesem Aufsatz zum Gedenktag Tschechows nicht nur seine eigenen Auffassungen von dem Wesen, den charakteristischen Merkmalen, den Forderungen und Funktionen der Literatur usw. dargelegt, sondern auch den grossen Schmerz und die Schwermut einer vernünftigen, gutherzigen und ehrlichen Seele zum Ausdruck gebracht, womit die ‚tschechowisch-typischen’ geistigen Leiden und heftigen Sehnsüchte mancher modernen westlichen Schriftsteller, für die Thomas Mann als Vertreter gelten kann, widergespiegelt werden… |
18 | 1954 |
Stuart R. Schram promoviert an der University of Columbia.
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19 | 1954 ca.-1962 |
William A. Lyell studiert Chinesisch am Department of Oriental Languages and Civilizations der University of Chicago.
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20 | 1954 |
Delegation von Zhou Enlai an der Genfer Konferenz. Qiao Guanhua ist Berater und bereist Deutschland, Polen, die Soviet Union und die Mongolei.
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